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Gedenken an die Reichspogromnacht 1938


Der 9. November ist nicht nur ein Freudentag der Deutschen mit dem Fall der Mauer im Jahre 1989, sondern auch einer der schlimmsten Tage in der Deutschen Geschichte mit der Reichspogromnacht 1938.
In Barth wurde auch heute durch Schüler, Vereine, Politiker und Bürgern an die Reichspogromnacht 1938 erinnert, an dem Tag , wo jüdische Geschäfte, Synagogen und andere Einrichtungen in Flammen aufgingen. Nie darf sich diese Geschichte wiederholen, dafür sollten wir alle zusammen stehen. Fotos: Holger Friedrich

Lieschen Nehls feiert heute ihren 99. Geburtstag!
Ältestester Bürger in diesem Fall Bürgerin der Stadt Barth, Lieschen Nehls feiert heute den 99.Geburtstag.
Wir schreiben das Jahr 1918, der Herbst brachte Europa das ersehnte Ende des 1.Weltkrieges, mit Inkrafttreten des Waffenstillstandsab-kommens von Compiègne zwischen Deutschland und Frankreich endet der Erste Weltkrieg. Er hat ca. 9 Millionen Tote gefordert. Die Revolution erreicht Berlin: Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft die Republik aus, kurz darauf proklamiert Karl Liebknecht, der Führer des Spartakusbundes, die Räterepublik. Kaiser Wilhelm II. wird durch Max von Baden eigenmächtig abgesetzt und überträgt dann auf Herrn Friedrich Ebert (SPD) die Geschäfte des Reichskanzlers. Das Deutsche Reich wird Republik.
Ganz Europa hatte sich verändert und in Deutschland entstanden im Zuge der Novemberrevolution Arbeiter- und Soldatenräte. Kurt Eisner rief in München den Freistaat Bayern aus. Das war das Ende das Wittelsbacher Königshauses. Im russischen Jekaterinenburg wurde die Zarenfamilie erschossen, ein Akt der Unmenschlichkeit, der der bolschewistischen Regierung nicht zum Ruhme gereichte. Im turbulenten Zeitgeschehen entstand ein unabhängiger Staat nach dem anderen. In ganz Europa wurde der Wunsch nach Demokratie Wirklichkeit. So schien es jedenfalls vorübergehend. Woodrow Wilson war amerikanischer Präsident. Frauen erlangen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Der Nobelpreis für Physik geht an Max Planck.

Und fast zum Ende des Jahres am 08.11.1918 wird Lieschen Nehls in Redebas einem Dorf bei Barth geboren.
Anfangs ging Lieschen Nehls in Redebas zur Schule bis Sie nach Barth wechselte. Sie wurde Hauswirtschafterin und half im Haushalt der Familie.
Später heiratete Sie ihren Mann in Barth den Tischler Nehls. Lieschen Nehls hat zwei Töchter und zwei Söhne. Ihr ganzer stolz sind ihre Enkelkinder und ihre zwei Urenkel. Wenn wir uns über alte Zeiten unterhalten, erinnert Sie sich gern an das 100. Barther Kinderfest 1928 zurück. Es dürfte wenige Zeitzeugen geben, die dieses Jubiläum noch aktiv miterlebt haben. Königin ist Lieschen aber nicht geworden.
Lieschen Nehls nimmt noch heute mit fast 100 Jahre rege am kulturellen Leben der Stadt teil, sei es zu Ausstellungseröffnungen im Vineta-Museum, Theateraufführungen in der Barther Boddenbühne oder zu den Veranstaltungen des Barther Heimatvereins, ohne Lieschen Nehls geht die Tür nicht zu. Und das ist ein schöner Beweis, dass man auch im hohen Alter noch am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnehmen kann, wenn man nur möchte.
Auf Recherche beim städtischen Einwohnermeldeamt und der Kirchengemeinde St. Marien ist Lieschen Nehls die älteste Bürgerin der Stadt Barth.
Als Vorsitzender des Barther Heimatvereins bin ich besonders stolz, das Lieschen Nehls seit vielen Jahren Mitglied in unserem Verein ist. 2013 wurde Lieschen Nehls die Ehrenmitgliedschaft im Barther Heimatverein verliehen.
Erst kürzlich trafen sich die Mitglieder des Barther Heimatvereins im neuen Windjammer-Museum in der Hafenstraße. Natürlich durfte Lieschen Nehls nicht fehlen. Überrascht wurde sie allerdings an dem Tag vom Moderatorenteam Wetter Werner und Patrick Ortel von Antenne MV. Wetter-Werner, der ebenfalls ein Barther Kind ist und immer wieder mal über seine Heimatstadt in seinem Programm bei Antenne MV berichtet nutzte die Chance für ein Interview mit der Jubilarin. Dieses Interview gibt es am 08.11. bei Antenne MV zu hören.
Wir wünschen Lieschen Nehls zu ihrem 99.Geburtstag alles erdenklich Gute, möge Sie weiterhin gesund bleiben und am kulturellen Leben der Stadt teilnehmen.
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Buchpremiere "LandeBarth" Band 9
Bekanntes bewahren und an Vergessenes erinnern, Geschichte schreiben und Stadtgeschichten erzählen, das hat sich der Verlag Redieck & Schade vorgenommen. Und so erscheinen jedes Jahr die Buchreihen Stadt-Schreiber-Geschichte(n) "Rostocker Zorenappels", der Warnemünder "Tidingsbringer" (seit 22 Jahren), "StraleSunth" und für die Stadt Barth un Umland "LandeBarth".

Auch in diesem Jahr ist die Barther Ausgabe dank fleißiger Unterstützung des Barther Heimatvereins wieder randvoll, die Texte sind so vielseitig wie ihre Autoren und dabei geht es geschichtlich, maritim oder auch abenteuerlich zur Sache.
So erzählt uns etwa Jürgen Hamel die Barther Erfolgsgeschichte von Bogislav XIII., Johann Reiter geht der Frage nach, warum das Dorf Nyewillerhagen von der Landkarte verschwand und Stephanie Patrizia Mählmann erinnert an den "Vorpommer", eine fast vergessenen Barther Zeitung.

Oder hätten Sie vielleicht Lust, mit dem weltbekannten Detektiv Sherlock Holmes durch die Stadt zu schlendern und ganz nebenbei den Barther Optiker und Erfinder Friedrich Adolph Nobert kennenzulernen?

Bei einer "Fahrt" auf dem Dampfer WALTER können Sie hingegen Michael Rossow begleiten, der Ihnen die einmalige Geschichte vom Fahrgastschiff zum Kulturdenkmal erzählt, oder Sie folgen Bernd Goltings und erkunden gemeinsam die besonderen "Kirchen-Schiffe" im Barther Umland. Eine aufschlussreiche Geschichte erzählt uns der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR Egon Krenz, der einen besonderen Bezug zu Barth und der Region hat in Sachen Meiningen- sowie Pontonbrücke und Heinz Hoffmann dem damaligen Verteidigungsminister der DDR.

Neugierig geworden? Dann folgen Sie doch der Einladung und den Autoren, die uns ihre Geschichten erzählen, die Stadt und ihr Land vorstellen und ganz nebenbei eben auch Bartherinnen und Barther sind.
Wir der Barther Heimatverein und der Verlag Redieck & Schade möchten Sie nun zur Buchpremiere von "LandeBarth" Nr.9, am 9.November 2017 um 18.30 Uhr in das Vineta-Museum der Stadt Barth einladen. Einige der genannten Autoren werden an diesem Abend anwesend sein.

Im Anschluss besteht wie immer die Möglichkeit sich sein Exemplar signieren zu lassen.

„Ortsverdreher!"
Am Freitag den 20.10. besuchte der bekannte Radiomoderator Wetter Werner von Antenne MV seine Heimatstadt Barth. Anlass war die Aktion "Ortsverdreher", die momentan im Radiosender Antenne MV läuft. Dort werden Stadtnamen rückwärts angesagt und der Hörer muss dann den Namen richtig sprechen. Als Belohnung winken 100,-€. Wir als Barther Heimatverein haben uns über den Besuch von Wetter Werner gefreut und gaben Unterstützung. Amtlich wurde dann die Namensänderung durch den Bürgermeister der Stdt Barth Dr.Stefan Kerth. Begrüßt wurde Wetter Werner von uns mit den bekannten Barther Tomaten, wo es auch gleich eine Kostprobe gab. Mehr erfahrt ihr zum Sender Antenne MV unter www.antennemv.de





„BARTH BLÜHEN LASSEN!"
unter diesem Motto legen wir alljährlich mindestens einmal unsere Hände an unsere schöne kleine Stadt und ihre Umgebung.
Wer im Frühjahr mit offenen Augen durch die Barth gegangen ist, wird die blühenden Tulpen, Krokusse und Schneeglöckchen am Hafen, am Bahnhof und am Bleicherwall gesehen und sich darüber gefreut haben. Und es soll bald noch mehr solche „blühenden Landschaften“ bei uns geben!
In diesem Jahr möchten der SPD-Ortsverein gemeinsam mit dem Barther Heimatverein wieder ein blühendes Zeichen setzen.

Am 07.10.2017 findet eine erste gemeinsame Aktion statt. Dazu treffen wir uns um 15.00 Uhr in der Hafenstraße vor der „Darß-Residenz“, um die Rasenflächen zu bepflanzen. Wir wollen viele tausende Blumenzwiebeln setzen, welche im nächsten Frühjahr „Barth blühen lassen!“ und freuen uns sehr über die Unterstützung vieler Barther an diesem Tag.
Sehr gern kann jeder auch vor seinem Haus oder Grundstück Hand zur Verschönerung anlegen. Sicher können einige Interessierte und Enthusiasten an diesem Tag nicht.
Dann würden wir uns sehr freuen, wenn diese in den darauffolgenden 14 Tagen pflanzen und/oder Zwiebeln stecken - vor ihren Häusern, auf den Grünstreifen der Stadt ( Barthestr., Hafenstr., den Baumscheiben Lange Str. und Baustr., Trebin, Grünflächen Barth-Süd und sicher gibt es noch viel mehr Flächen, die gestaltet werden können).
Im Fotofachgeschäft von Holger Friedrich liegen dann zur Abholung noch Blumenzwiebeln bereit. Gern kann dort auch Bescheid gesagt werden, wo unsere Stadt verschönert wurde und/oder es gibt bei facebook eine kleine Info und ein Foto! Vielleicht lassen sich so auch noch andere mitreißen, uns alle zu unterstützen.
Packen wir es gemeinsam an!


Jahreshauptversammlung


Am 28.9. fand die Jahreshauptversammlung des Barther Heimatvereins statt. Neben dem Bericht des Vorstandes und der Kassenprüfer des zurückliegenden Geschäftsjahres erfolgte die turnusmäßige Wahl des Vorstandes. Der Bericht des Vorstandes zeigt, wie umfangreich die Aktivitäten des Heimatvereins waren.
Großes Lob gab es für die Organisation und Durchführung des 189.Barther Kinderfest am 1.Juli 2017. Wir freuen uns schon auf das Jubiläumsfest am 30.6.2018, denn dann wird das 190. Kinderfest gefeiert. Erfreulich für uns als Verein ist, dass wir ab Januar 2018 wieder mit einer Kinder- und Jugendgruppe starten möchten. Dazu gibt es Verstärkung durch Carmen Dressler und Ira Schwerin. Aktuell hat der Barther Heimatverein 124 Mitglieder. Das älteste Mitglied ist Lieschen Nehls, Sie feiert im November ihren 99.Geburtstag.
Bei der Wahl zum neuen Vorstand gab es keine Überraschungen, alter und neuer Vorsitzender waren sich alle anwesenden Mitglieder einig soll Mario Galepp sein, der den Vorsitz seit 2007 inne hat, Stellvertreter ist Holger Friedrich, Kassenwart ist Jürgen Ebert, Schriftführerin ist Sandra Miethe. In dem Beirat wurden Heyko Mews, Ruth Reiter, Dr.Jürgen Hamel, Anne Peters, Stefanie Mählmann, Carmen Dressler berufen. Herzlichen Glückwunsch allen gewählte. (Fotos: Holger Friedrich)

Treffen im Niederdeutschen Bibelzentrum
Am Donnerstag den 21.9. trifft sich der Barther Heimatverein um 14.00 Uhr im Niederdeutschen Bibelzentrum.

Es wird eine Führung im Haus geben, im Anschluß Kaffee, Kuchen und der Bugenhagen-Musical-Film "Ein Boogie für Bugi" von der Produktionsfirma Nebelkalt Film Barth. Anmeldungen können bis zum 20.9. unter 0179-3600000 Mario Galepp vorgenommen werden. Der Unkostenbeitrag beträgt 8.50€.


Treffen mit Frau Dr. Angela Merkel


Frau Dr. Angela Merkel war in diesem Jahr Schirmherrin des 189. Barther Kinderfestes. Leider konnte Sie am Tag des Kinderfestes nicht anwesend sein, weil an dem Tag die Trauerfeier für den verstorbenen Helmut Kohl stattfand. Umso mehr freut uns, dass wir den Termin mit unseren Majestäten am 08.09. nachholen konnten.
Bei dem Treffen im Eshramo traf Frau Dr. Merkel unter anderem auf Trude Plühmer (89), der Kinderfestkönigin von 1935, Celina Wappler, Malte Kuntz, Sören Boeck, Laura Schaldach und Sebastian Schröder. Ebenfalls waren wir erfreut über Patrick Ortel von Antenne MV. Auch Vincent Kokert (Franktionsvorsitzender der CDU im Landtag Mecklenburg-Vorpommern) lies es sich nicht nehmen vorbeizuschauen. Es war ein ganz besonderes Treffen, welches uns lange in Erinnerung bleiben wird. Danken möchte ich Kathrin Meyer, Lutz Krebs, Ankes Blumeneck, Norddeutsche Lebensart und insbesonders Chris Mähl für die tollen Fotos.

Presseartikel "Aus der langen Geschichte des Kinderfestes wird ein Buch"
Ostsee-Zeitung vom 20. Juli 2017


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Presseartikel "189. Barther Kinderfest"
Ostsee-Anzeiger vom 5. Juli 2017

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Impressionen vom Vereinsausflug am 17.06.2017 nach Lübeck und Schloss Bothmer






Grußwort von Dr. Angela Merkel anlässlich des 189. Kinderfestes


Neues Kinderkönigspaar steht fest

Das neue Kinderköningspaar: König Malte und Königin Celina.

Auszeichnungsveranstaltung der UNESCO Deutschland
Die Staatsministerin Prof. Monika Grütters, Kultusministerin Dr. Martina Münch für die Kultusministerkonferenz und Prof. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission haben am 29. Mai 2017 in Berlin Vertretern von 34 Formen des Immateriellen Kulturerbes Urkunden zur Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis überreicht. Seit Dezember 2016 gehört nun auch das Barther Kinderfest zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO Deutschland. An der Auszeichnungsveranstaltung nahmen die Vereinsmitglieder Mario Galepp, Holger Friedrich und Kurt Obst teil.
Fotos: © DUK/Christoph Löffler, Holger Friedrich, Mario Galepp



Barther Kinderfest gehört nun zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO Deutschland
Was haben Falknerei, Tonnenabschlagen, Reetdachdecken, niederdeutsches Theater und Märchenerzählen gemeinsam? Wie viele andere Überlieferungen und Traditionen wurden sie von Generation zu Generation weitergegeben und haben sich dabei beständig weiter entwickelt. Tanz, Musik, Feste, Handwerkstechniken, wie auch sprachliche, kulturelle und künstlerische Ausdrucksformen, schaffen Kontinuität und vermitteln Identität.
Neben den dinglichen Kulturgütern gilt es auch, die geistigen Werte zu erhalten.
Die UNESCO sammelt und bewahrt sie als Immaterielles Kulturerbe. Als Vermittlerin zwischen den Kulturen möchte die UNESCO den Dialog und Austausch fördern, um Verständnis für die Vielfalt der Kulturen, Regionen und Interessengemeinschaften zu schaffen. Auch in diesem Jahr erkennt die UNESCO internationale und regionale Traditionen – darunter auch deutsches Brauchtum – als immaterielles Kulturerbe an.

Am 28. Mai 2017 ludt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission zur Präsentation einer Auswahl des Kulturerbes aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern in das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß ein. Von 11 bis 16 Uhr konnte man verschiedene Themen zum Immateriellen Kulturerbe auf dem Museumsgelände erkunden.

Die Kultur des Erzählens, insbesondere des Weitergebens von Märchen, gehört zu den ältesten Traditionen der Menschheit. Zu Gast sind die Märchenerzählerinnen Angelika B. Hirsch und Tina Beyer von der Europäischen Märchengesellschaft e.V. Das Tonnenabschlagen ist ein alter Volksbrauch, der an vielen Küstenorten auch heute noch gepflegt wird. Teilnehmer reiten in höchstem Galopp durch eine Bahn und schlagen mit einem Knüppel auf die festlich geschmückte Tonne. Wer das letzte Tonnenteil abschlägt, ist für ein Jahr Tonnenkönig. Kinder können diesem Brauch zu Fuß oder auf dem Steckenpferd nacheifern. Für unsere Region spielt der Erhalt der niederdeutschen Sprache eine wichtige Rolle. Theater und Regionalbühnen sind dabei wichtige Vermittler und tragen zur Konsolidierung Mecklenburgischer und Vorpommerscher Sprachüberlieferungen bei. Mit Programmauszügen präsentieren sich „ De Plattdütsch Späldäl to Stralsund“ und „De Plattdütsche Verein to Rehna“ auf der Bühne der Hufe V.

Der Deutsche Falkenorden informierte über eine Jahrtausende alte Form der Jagd: die Beizjagd, unter Zuhilfenahme von Greifvögeln. Dazu zeigen die Falkner einige Vögel aus nächster Nähe: z.B. Harris Hawk, Wanderfalke, Turmfalke, Buntfalke und Schleiereule. Heutzutage gehören Falknerei und Greifvogelschutz zusammen. Verbandsmitglieder pflegen aufgefundene und verletzte Vögel in Auffangstationen und wildern diese wieder aus. So trägt alte Tradition auch zum Schutz der heimischen Natur bei.
Bemerkenswert sind in allen Kulturen die Kontinuität und der Wandel des Lied- und Musikgutes. Beispielgebend verschaffen Ralf Gehler (Dudelsack), Anton Kryukov (Knopfakkordeon) und "Meckalp" (Mecklenburger Alphörner) den Besuchern ein ganz besonderes Hörerlebnis an unterschiedlichen Museumsplätzen.
Aus Lübeck reisten der in Schwerin so geschätzte Martensmann und ein Nachtwächter an. Reetdachdecker Joachim Schröter aus Vielank führte ein traditionsreiches und landschaftsprägendes Handwerk vor. Imker Mirko Lunau konnte entlang des Bienenpfads auf dem Gelände des Freilichtmuseums Spannendes zu historischer und moderner Imkerei erzählen. Der Barther Heimatverein stellte das älteste Kinderfest Mecklenburg-Vorpommerns vor: das Barther Kinderfest seit 1828, bei dem es ein Ausschießen mit der Armbrust und das Taubenstechen um das Kinderfestkönigspaar gibt. In der Filmscheune wurden weitere kulturelle Bräuche und ein Dokumentarfilm zum Bäckerhandwerk „Mit Laib und Seele“ von Dieter Schumann präsentiert. Mit einigen kulturgeschichtlichen Kostproben zur Ernährung beteiligen sich die Mueßer Gemeinschaft von Historiendarstellern unter dem Motto „Sünndags in de Koek“ und der Kochstammtisch des Klöndör-Vereins, Förderverein des Mueßer Freilichtmuseums. Seit mehreren Jahren forschen Vereinsmitglieder nach überlieferten Rezepten und bereitet diese für die heutige Küche auf. Zur Verkostung werden "Hack un Plück", Kartoffelbutter und "Drei-Muß" zubereitet.

Bei freiem Eintritt konnten sich die Besucher ein umfängliches Bild von Bewerbern und Trägergruppen unseres Bundeslandes zum Immateriellen Kulturerbe machen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern und Vertreter der UNESCO-Kommission gaben vielfältige Informationen und Anregungen zu diesem Thema weiter.
Noch mehr Hintergrundinformationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen im Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß gibt es auf der Webseite und auf Facebook.

Fotos: Mario Galepp / Kurt Obst





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Sammler für das
Kinderfest gesucht!
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